Home Was macht eigentlich... Claudia Scheffler-Perrone

Claudia Scheffler-Perrone

by Daniela 1. Mai 2016 7 comments

Diese Frau fasziniert durch ihre Kompetenz, ihre Erfahrung, ihre Ausstrahlung und vor allem durch das, was sie beruflich aufgebaut und bisher erreicht hat… Lest selbst in der Erfolgsgeschichte, was Claudia Scheffler- Perrone macht.

Liebe Claudia,

Was machst du genau?

Im Grunde mache ich ganz viele Dinge. Gleichzeitig oder nebenbei. Ich arbeite als freie Journalistin für diverse Zeitungen und Zeitschriften. Ich habe eine kleine Agentur für Pressearbeit bzw. Storytelling (killer-press.com) und einen eigenen Reise- und Lifestyle Blog (www.nonsoloamore.net), der mittlerweile ganz viel meiner Zeit in Anspruch nimmt. Im Großen und Ganzen dreht sich bei mir alles um Worte. Ich fange mittlerweile auch an Videos zu drehen, Fotos zu schießen und Coaching zu geben.

Wie bist du beim Aufbau deines Business genau vorgegangen?

Ich erstellte einen Businessplan. Also wenn ich mir den jetzt durchlesen würde, würde ich wahrscheinlich am Boden liegen vor Lachen. Ich habe einen ziemlich bewegten Lebenslauf und bereits viele Dinge gemacht. Also überlegte ich mir, was ich besonderes gut kann und was mir Spaß machen könnte.

Welche konkreten Maßnahmen hast du in den ersten Monaten vorgenommen?

Ich hatte in den ersten Monaten ein wenig Glück. Ich kannte bereits einige meiner Kunden und fing direkt mit denen an. Sie waren glücklich, dass ich mich selbständig gemacht hatte. Und ich hatte die Möglichkeit „learning by doing“ sozusagen.

Welche Aktionen hast du zu Beginn zur Steigerung der Bekanntheit unternommen?

Ich muss gestehen, dass ich ziemlich wenig gemacht habe. Durch Mundpropaganda kam ich an Aufträge. Später habe ich dann eine Art „Angebots Email“ verfasst und rausgeschickt. Ich suchte mir die potentiellen Kunden, die gut zu mir passen könnten und schickte ihnen eine präzise Mail. Zudem schrieb ich einfach frech einige Redaktionen an und fragte, ob sie Lust hätten mich als Freelancer von Zeit zu Zeit in Anspruch zu nehmen.

Immer wieder hört man, dass jede (r) Erfolgreiche entweder über ein gutes Netzwerk verfügt, einen Mentor hat oder Mitglied einer Mastermind Gruppe ist.Wie ist das bei dir? Wer oder was hat dir geholfen?

Niemand. Hört sich jetzt echt ein wenig krass an, aber es stimmt. Ich habe so viele Bekannte in Positionen, die mir helfen hätten können. Ich hatte Kontakt zu sogenannte Mentoren. Aber keiner, wirklich keiner hat mir geholfen. Vieles war einfach nur Bla Bla. Das war meine erste Lektion. Wenn du was erreichen willst, kannst du dich nur auf deine eigenen Kräfte verlassen. Ich habe mir alles alleine aufgebaut – das Netzwerk, die Aufträge – einfach alles. Ich würde sagen, in mühsamer Kleinarbeit.

Aber ich muss dazu sagen, dass ich in der letzten Zeit durch die sozialen Netzwerke ganz tolle Menschen kennengelernt habe, die mir schon oft geholfen haben. Dinge wie Probleme mit meiner Homepage oder Blog (vor allem technisch), Social Media aber auch einfach sinnvolle Ratschläge gegeben haben. Was ich zu Beginn nicht hatte, habe ich jetzt.

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Was war bisher dein größter Erfolg?

Das kann ich gar nicht pauschal sagen. Es gibt emotionale Erfolge und es gibt finanzielle Erfolge bei mir. Ich bin jedes Mal wieder beeindruckt über positive Resonanz. Zurzeit bin ich noch ganz hin und weg, dass ich immer mehr Anfragen zu meinem Blog erhalte. Das ist definitiv kein finanzieller Erfolg (noch nicht), aber ein großer emotionaler Erfolg. Ein weiterer emotionaler und finanzieller Erfolg war, dass mich ein Kunde gerade wegen meines Namens gefunden und ausgesucht hat (Killer Press). Ich musste mir im Vorfeld vielmals anhören, ob ich den Namen nicht doch ändern wolle. Ich bin aber hart geblieben. Denn ich stehe dahinter. Der Name passt zu mir. Ein wenig provokativ, innovativ aber eben auch authentisch.

Hast du ein ganz persönliches Erfolgsgeheimnis?

Nicht wirklich, ich denke man muss sich treu bleiben. Immer wieder gerät man an Freunde, Bekannte oder Menschen, die einem einreden wollen, dass man es doch anders machen sollte. Wenn man anfängt sich hin und her reißen zu lassen, dann verliert man sich. Das spüren die Kunden/Geschäftspartner.

Ich bin ein offener und vor allem sehr positiver Mensch. Ich schätze, das macht einen Teil meines Erfolges aus. Man sollte versuchen seinen (eigenen) Weg zu gehen. Das heißt nicht, dass man nicht Tipps annehmen sollte. Auf gar keinen Fall. Im Gegenteil, man lernt jeden Tag immer wieder dazu. Nur nicht vergessen, was einen wirklich ausmacht – ist man selbst.

Turbulenzen im Business kennt jeder: Wie gehst du damit um?

Ich bin dann ein paar Minuten, vielleicht auch Stunden etwas deprimiert. Dann erwacht mein inneres Ich und dann gebe ich Gas. Meistens kommt die Resonanz nicht sofort, aber dann kommt alles auf einmal. Manchmal kommt es einem so vor, als hätte sich die ganze Welt abgesprochen gegen dich zu arbeiten. Aber ganz ehrlich, nach dem Sturm kommt tatsächlich die Sonne.

Was tust du, wenn Zweifel aufkommen?

Ich denke dann darüber nach, was ich ändern könnte. Ich spreche mit Freunden und Familie. Aber eigentlich versteht mich keiner so richtig. Ich bin für meine Umgebung zu verwirrend. Ich habe immer neue Ideen und ständig ändere ich Dinge. Das ist für geseattlete Menschen schwer nachzuvollziehen. Zweifel haben, ist nicht unbedingt schlecht, denn manchmal öffnet es völlig neue Wege. Wenn ich feststecke und überlege, ob das alles wirklich Sinn macht – was ich da mache, dann überlege ich mir, wie ich das denn ändern könnte und neue Ideen entspringen (nicht immer, aber manchmal).

Welchen Tipp oder Ratschlag würdest du (Jung-) Unternehmerinnen mit an die Hand geben und WARUM?

Fokussieren und offen sein. Als ich meinen Businessplan schrieb, hatte ich ganz andere Vorstellungen von dem was ich machen wollte und wo ich jetzt gelandet bin. Als ich anfing, war ich einfach zu „Allgemein“. Mit der Zeit habe ich angefangen wirklich nur die Dinge zu tun, die ich wirklich tun wollte. Ich bin noch lange nicht angekommen, wo ich hin will, aber ich bin wesentlich fokussierter als am Anfang. Also, einfach vorher mal wirklich überlegen, was möchte ICH machen. Was macht mir Spaß und was kann ich wirklich gut. Und offen sein. Viele Dinge haben sich bei mir ganz anders entwickelt, weil ich nicht festgefahren war. Und das war gut so. Fokussieren heißt also nicht, sich 100% drauf versteifen. Es heißt nur, dass man ein (ungefähres) Ziel hat. Die Wege, die dort hinführen, können entweder gerade sein oder aber durch einen holprigen Wald führen. Aber auf dem Weg lernt man immer neue Menschen und Tiere kennen, die einem die Sicht weiter öffnen und einem vielleicht sogar den Weg zum Meer zeigen.

Hier geht´s zu Killerpress!

 

Liebe Claudia, ich danke für dieses herrlich offene und inspirierende Gespräch. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und ich freue mich schon auf unser nächstes Gespräch!

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7 comments

Petra Haasmann 27. Januar 2016 at 11:52

Tolles Interview 🙂 Vielen Dank liebe Daniela, vielen Dank liebe Claudia.
Ich finde Erfolgsgeschichten immer Klasse. Den Einblick zu bekommen was richtig gut läuft und wie die Menschen dort hin gekommen sind. Wunderbar 🙂
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das Wissen, sich auf die eigenen Stärken verlassen zu können… ist unglaublich viel Wert!
Euch alles Liebe und Gute
Petra

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Daniela
Daniela 3. Februar 2016 at 15:14

Liebe Petra,

ja, das finde ich auch 🙂 Bin auch sehr dankbar über meinen „Job“…

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Meike 27. Januar 2016 at 13:05

Das passt ja irgendwie auch genau wie die Geschichte bei http://www.matchmeifyoucan.de. 😉

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Daniela
Daniela 3. Februar 2016 at 15:13

Liebe Meike, ja das stimmt… 🙂

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Thorsten 3. Februar 2016 at 6:55

Jeder findet irgendwann sein „Lebensglück“ und das ist gut und wichtig. Da kenne ich auch eine Dame, die Ihren Weg geht und zauberhafte Geschichten erzählt: http://lieblingichbloggejetzt.com/

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Daniela
Daniela 3. Februar 2016 at 15:11

Lieber Thorsten,

danke für den Tipp 🙂 Habe eben auch schon mal gespickelt und die Dame gleich angeschrieben 🙂

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Anne 22. Februar 2016 at 13:59

Hallo Daniela,
eine sehr schöne Erfolgsgeschichte. Besonders toll finde ich zu hören, dass man auch an mehreren Dingen arbeiten kann. Hauptsache man ist auf die Dinge fokussiert, die einem Spaß machen.
Mich bestärkt es immer wieder in meinem eigenen Tun, die Erfolgsgeschichte von anderen Menschen zu hören und bin selbst auch immer wieder auf der Suche nach solchen Menschen. Ich freue mich auf weitere spannende Geschichten.
Anne

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