Home Was macht eigentlich... Jeanette Neidhardt-Rosenberger

Jeanette Neidhardt-Rosenberger

by Daniela 4. Dezember 2015 0 comment

Jeanette Neidhardt-Rosenberger macht ihr Business schon seit 23 Jahren. Sie ist nach wie vor sehr gerne selbstständig und das merkt man ihr auch an. Im persönlichen Gespräch spürte man die Begeisterung für ihren Beruf und die Art und Weise ihn auszuleben. Obwohl es immer auch mal kritische Momente gibt und der Tag auch mal mehr als 8 Arbeitsstunden vorsieht, findet sie gerade die Abwechslung, die Vielseitigkeit und die eigene Entscheidungsfreiheit, die man als Selbständige genießt, so wertvoll.

Liebe Jeanette,

vielen Dank, dass du uns einen Einblick in dein Business gewährst.

1. Was machst du genau?

In bin Innenarchitektin und Feng Shui Beraterin, seit 1993 selbstständig, verheiratet, 2 Kinder (15 und 17 Jahre). Meine Welt ist das Einrichten von Räumen für Privatkunden vom gesamten Haus bis zum einzelnen Zimmer und auch das Gestalten von Büro- und Geschäftsräumen, damit darin konzentriert und erfolgreich gearbeitet werden kann.

2. Wie bist du beim Aufbau deines Business genau vorgegangen?

Ausbildung und Kompetenz im Beruf setzte ich mal voraus, ohne das geht es nicht.

Neben meiner Festanstellung habe damals angefangen immer mehr eigene Projekte zu planen und habe meine 5-Tage Woche auf 3 Tage in Festanstellung reduziert, sodass der Sprung in die Selbstständigkeit nur noch eine Frage der Zeit war. Die Übergangszeit war 1 Jahr. „Damals“ 1993, war die technische Büroausstattung allerdings noch nicht so umfangreich: ein Zeichenbrett, Tuschestifte, Fax und Schreibmaschine war für den Start ausreichend. (Computer und Internet gab es am Anfang noch nicht – erst ab 1998 bin ich hier eingestiegen), somit war der finanzielle Einsatz überschaubar.

3. Welche konkreten Maßnahmen hast du in den ersten Monaten vorgenommen?

Da meine Selbstständigkeit ein fließender Start war, galt meine Energie natürlich, der erfolgreichen Bearbeitung meiner Projekte mit dem Ziel weiterempfohlen zu werden. Messebesuche, Kontakte zu Herstellern, Aufbau einer Kundenkartei am Anfang bestehend aus Freunden, Bekannten, Verwandten etc. Ebenfalls wurden auch verschiedene Projekte als freie Mitarbeiterin in Innenarchitekturbüros ausgeführt, so war der Start.

4. Welche Aktionen hast du zu Beginn zur Steigerung der Bekanntheit unternommen?

Bald war klar, dass ich aus meinem Homeoffice heraus musste. Wir haben dann Geschäftsräume bei uns am Ort angemietet (80 m²). Wir haben dann sozusagen im Schaufenster gearbeitet und hatten dadurch noch die Möglichkeit, somit präsenter zu sein. Ebenfalls konnten wir Einladungen, Tag der offenen Türe etc. durchführen. Das hat uns zu der Zeit auch gute Geschäftskontakte gebracht. Das war eine gute Zeit, sich so zu präsentieren. Sozusagen unsere Werbeplattform, da der Bedarf eine Innenarchitektin zu engagieren bei den meisten ein längerer Entscheidungsprozess ist.

5. Immer wieder hört man, dass jede (r) Erfolgreiche entweder über ein gutes Netzwerk verfügt, einen Mentor hat oder Mitglied einer Mastermind Gruppe ist. Wie ist das bei dir? Wer oder was hat dir geholfen?

Selbstverständlich hat mich das Thema „Werbung“ und „Bekanntmachen“ immer begleitet. Über Zeitungswerbung, Rundschreiben, Flyer etc. habe ich alles probiert – mit mäßigem Erfolg. Vor 8 Jahren bin ich dann über einen Freund zu BNI gekommen (Ein Unternehmernetzwerk, welches auf Empfehlungsmarketing beruht), dies ist für mich eine gute Plattform Kontakte zu knüpfen. Da mir schon immer klar war, dass Netzwerke und Empfehlungen zu Geschäftskontakten führen, da mein Beruf sehr viel mit Persönlichkeit und Vertrauen zu tun hat.

Ich kann jedem empfehlen, sich ein passendes (Unternehmer-)Netzwerk aufzubauen und zu pflegen. Und das kann anfangs auch Engagement im Verein, Kindergarten, Schule, Kirche, Gewerbeverein etc. sein um seine Bekanntheit und sein Können nach außen zu tragen und sich auch mit seinem Können/Wissen einzubringen und Vertrauen aufzubauen.

6. Was war bisher dein größter Erfolg?

Ein sehr schöner Auftrag für die Neugestaltung einer Frauenarztpraxis, die über eine Empfehlung von einem Handwerker kam, was für mich ein tolles Referenzprojekt geworden ist. Sowie der Umbau einer Vinothek.

7. Hast du ein ganz persönliches Erfolgsgeheimnis?

Immer offen sein für Neues! Neue Kontakte knüpfen und pflegen. Und auch über sein Business, seine Erfolge sprechen!!!

Ein Spruch von meinem Vater: Wenn du 100€-Scheine zu verschenken hast und keiner weiß es, dann bekommst du sie auch nicht los. Wenn niemand weiß, was du machst und kannst, kommt auch keiner.Nicht warten, dass man gefunden wird, sondern aktiv, selbstbewusst sein Unternehmen darstellen und darüber sprechen.

Seit Anfang des Jahres bin ich auch in den Social Media Kanälen aktiv und finde die Möglichkeiten fantastisch die sich hier für Unternehmerinnen bieten. Kann ich jeder Unternehmerin empfehlen sich hier zu präsentieren und aktiv zu sein!!! Eine ganz tolle Möglichkeit!

8. Turbulenzen im Business kennt jeder: Wie gehst du damit um?

In den letzten 23 Jahren meiner Selbstständigkeit ging es immer mal auf und ab, aber immer weiter, das habe ich gelernt! Augen zu und durch, überlegen an welchen Schrauben man etwas verändern kann, nicht aufgeben. Das ist eigentlich das Spannende an der Selbständigkeit, man ist immer gefordert ist und immer reagieren und hell wach sein muss. Offen für Neues sein – wie der Name schon sagt: eine Unternehmerin muss etwas Unternehmen um erfolgreich zu sein. Bereits bei „Vollauslastung“ an den neuen Auftrag/neue Kontakte denken, vorausschauend handeln.

9. Was tust du, wenn Zweifel aufkommen?

Dass es immer mal Zeiten gibt, in der man alles in Frage stellt, muss glaube ich so sein, weil dann wieder neue Entwicklungsschritte anstehen. Was hilft ist: schöne Projekte die man mal gemacht hat anzusehen und sich die vielen positiven Erlebnisse ins Gedächtnis zu rufen. Selbstverständlich gehört auch eine gewisse Selbstreflexion dazu, was man da so macht, wie es sich anfühlt und ob man noch auf dem richtigen Weg ist – und daraus ergeben sich dann meist neue Entwicklungsschritte für sein Unternehmen. Jeder erfolgreiche Unternehmer hat diese Zeiten und sie sind wichtig. (aber eben leider auch anstrengend…:-))

10. Welchen Tipp oder Ratschlag würdest du (Jung-) Unternehmerinnen mit an die Hand geben und WARUM?

– Machen. Anfangen. Auf sich selbst und seine Stärken vertrauen. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass man sich das herausgesucht hat, was man wirklich gerne und mit Begeisterung macht, denn nur das macht man auch gut.

– Netzwerke (online/offline) aufbauen und pflegen ist für eine Unternehmerin in der heutigen Zeit sehr wichtig, wenn nicht sogar überlebenswichtig.

– Über seine Arbeit sprechen, damit es die anderen wissen, was man tut und kann!

 

Hier gibt es mehr Einblicke:  www.rosenberger-neidhardt.de


 

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