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Katharina Stapel

by Daniela 19. Januar 2017 0 comment

Hey Katharina,

du bist unternehmerisch sehr aktiv. Seit über 15 Jahren bist du selbstständig in der Betriebsberatung, als Referentin und Autorin tätig.

Was ist dein Schwerpunkt bei „Der neue Manager“ und bei „think big baby?

Kreatives, humanes und strategisches Prozessmanagement. Ich helfe Menschen zum einen Ideen zu entwickeln und sie so zu verwirklichen, dass sie damit erfolgreich sind. Zum anderen helfe ich aber auch Unternehmern, bereits bestehende und umgesetzte Ideen auf den Prüf- und Modifikationsstand zu stellen. Dazu schaue ich nicht nur auf die strategische Seite eines Unternehmensprozesses, sondern werfe auch ein Blick auf und in Menschen. Dabei stelle ich ihnen und mir immer die Frage: „Was bewegt diesen Menschen sich genau so zu verhalten, wie er es gerade tut?“ Und daraus entwickele ich ein Verhaltenstraining, damit es wieder möglich ist, dass alle sich so verhalten, dass Dinge funktionieren.

„Das Leben ist ein Ponyhof.“ Wie ist es zu dieser Aussage gekommen?

Diana – meine Geschäftspartnerin – wohnt tatsächlich auf einen Ponyhof. Da wir beide ein Pferd haben, ist das für uns irgendwie auch immer Thema. Der gängige Spruch: „Das Leben ist kein Ponyhof“ ist der dümmste Spruch aller Zeiten – er implementiert den Menschen, dass sie unterm Strich wenig Einfluss auf das haben, was in ihrer Welt passiert. Er entzieht ihnen die Verantwortung für Ergebnisse oder suggeriert ihnen, dass alles schwer gehen muss. Das kann man in unserem Job nicht so stehen lassen. Wir provozieren eben auch gerne, damit kritisches Denken möglich wird.

Gab es auch schon weniger erfolgreiche Zeiten, Durchhänger oder Herausforderungen?

Lach! Na und wie… Ich habe etliche Projekte durchgeführt. Unterm Strich gibt es bei allen Projekten einen Punkt des Duchhängens oder des Scheiterns. Das ist sicher normal. Die Frage ist sicher nicht, wie oft bist Du gescheitert, sondern wie aufwendig ist es, wieder aufzustehen.

Meine persönliche Herausforderung ist es immer, dass das was ich im Kopf habe für den absoluten Knaller halte. Wenn ich dann feststellen muss, dass es eben nur für mich toll war und es einfach niemanden interessiert, dann ist das hart und da bin ich tatsächlich etwas mimimi. Das Umschalten von emotionales Herzblut auf sachliches Prototyping ist immer irgendwie weniger motivierend, wenn unterm Strich aber erfolgsversprechend.

Deine Vision lautet?

Meine Vision ist, dass ich möglichst viele Menschen mit meiner Arbeit so erreiche, dass sie tatsächlich Kopfklicker-Momente erleben und dadurch sich dauerhaft so verhalten, dass sie konfliktfähig sind. Jeder soll dazu beitragen, dass sein Umfeld zu einer besseren und humorvolleren Welt wird.

Das Jahr ist erst ein paar Tage alt und deswegen interessiert mich brennend, welche Ziele du für 2017 hast?

Paddeln. Ich werde in diesem Jahr deutlich mehr paddeln gehen. Beruflich geschaut: Ich bin ein Chancengreifer. Mein Ziel ist es daher immer Möglichkeiten zu sehen und diese nutzen zu können. Smarte Ziele habe ich für meinen Finanzplan – klar. Das ist aber eher langweilig. Es wird in 2017 ein paar Neuerungen geben, was Think Big Baby und natürlich auch was der neue Manager angeht. Es gibt neue Produkte und das Ziel ist es auch wieder zu schauen, wie sich das so entwickeln kann, dass diese Unternehmen weiterhin erfolgreich sind.

Welchen Tipp würdest du einer gründungswilligen Frau mit auf den Weg geben und warum?

Den Tipp, den ich auch jedem Mann geben würde: Erfolg ist planbar – hol Dir von Beginn an einen Proficoach mit ins Boot. Spart Zeit, Geld und Energie und bringt den größten Entwicklungsschub. Nüchtern und wenig Tschakka – ich weiß. Das ist aber der wertvollste Tipp, den ich ernsthaft geben kann. Viele machen sich selbstständig, weil sie geile Ideen haben. Ein Unternehmen aufzuziehen ist deutlich mehr und die Ernüchterung kommt dann recht fix. Der Spaß kommt dann wieder, wenn Struktur und Strategie da sind und natürlich der Erfolg kommt.

Welches Buch hat dich verzaubert, in den Bann gezogen oder einfach bewogen, jetzt mit etwas zu starten?

Die Klassiker von Joachim Bauer : „Warum ich fühle was Du fühlst“ und „Das achtsame Gehirn“ von Daniel Siegel. Das sind zwei nachhaltige Bücher, die mich auch über Jahre hinweg fasziniert haben.

Beeindruckt hat mich Machiavelli „Der Fürst“, Oliver Sacks „Das innere Auge“ und Bücher von Rolf Dobelli.

Ich lese extrem viel, muss aber sagen, dass kein Buch es geschafft hat, mich in eine Situation zu bringen, aus der heraus ich etwas starten wollte.

Liebe Katharina, vielen vielen Dank für die Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und das es dieses Jahr mehr ans Paddeln geht ;-).

Sicher bist du jetzt noch neugieriger geworden, oder? Zumindest erging es mir so 🙂

Hier kommst du zu „Der neue Manager“ und zu „think big baby

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