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Sabine Harms- Bines Nähterei

by Daniela 17. Juli 2015 0 comment

Sabine Harms – Bines Nähterei

„alles ist wohlsortiert und wartet auf meine Ideen“

BusinessStory

Wer bist Du und was machst Du?

Bines Nähterei – dass bin ich, Sabine Harms. Ich nähe seit ich denken kann. Bei mir bekommt jeder ganz speziell das Kleidungsstück, das Accessoire, was er sucht in genau der Größe, die er braucht. Ich berate eingehend und fertige so für jeden Kunden genau das an, was er sich wünscht und was zu ihm passt.

Warum hast Du gegründet? Was waren Deine ersten Schritte? Wie hast Du das finanziert?

Meine Ausbildung habe ich im medizinischen Bereich gemacht. Nach einer langen  Kinderpause habe ich mich entschieden, nicht in diesen Beruf zurückzukehren, sondern meine Nähterei zu gründen.

Ich begann mit dem, was ich kannte: Facebook. Ich habe mein Unternehmen mit einer eigenen Seite präsentiert und nach der Gewerbeanmeldung im August 2014 einfach angefangen. Die ersten Aufträge kamen schnell.

Nach der Website mit einem Blog ist jetzt der nächste Schritt ein Onlineshop.

Meine Nähmaschine war mein Startkapital. Alles weitere ergab und ergibt sich mit den Einkünften aus meinen Aufträgen – also eine Selbstfinanzierung.

Was waren die größten Hürden?

Die größte Hürde war und ist für mich das ganze Drumherum: Buchführung, Fotobearbeitung, rechtliche Bestimmungen… Ich denke oft: Lasst mich doch einfach nähen!

Wie und wo arbeitest Du?

Ich genieße den unglaublichen Luxus, von zu Hause aus arbeiten zu können.

Ich liebe es, morgens in mein Nähzimmer zu kommen und endlich loslegen zu können.

Was macht Dich und Dein Unternehmen besonders?

Ich biete keine Massenware, sondern individuell gefertigte Kleidung und mehr, die sich an den Wünschen meiner Kunden orientiert, die den einzigartigen Stil und die Persönlichkeit eines jeden einzelnen unterstreicht.

Ein Beispiel: Du möchtest ein rotes T-Shirt (weil rot so gut zu der neuen schwarzen Hose passt) mit V-Ausschnitt (weil der deinen schlanken Hals betont) und halblangen Ärmeln (weil die deine nicht ganz so schlanken Oberarme kaschieren). Du unternimmst einen Shoppingtag: Ein Shirt mit V-Ausschnitt ist blau, das nächste ist zwar rot, hat aber keinen V-Ausschnitt. Dann findest du eins, was alle Voraussetzungen erfüllt, aber irgendwie sitzt es nicht richtig. Außerdem könnte es ein bisschen länger sein. So geht es weiter.

Jetzt hast du zwei Möglichkeiten: entweder du machst einen Kompromiss und kaufst ein Shirt, was eigentlich nicht so ganz deinen Vorstellungen entspricht und auch nicht so ganz passt – oder du kommst zu mir. Gemeinsam finden wir heraus, wie genau du das Shirt haben möchtest: Schnitt, Stoff, Farbe, Größe – heraus kommt ein Shirt, was genau zu dir und deiner neuen schwarzen Hose passt.

Wie läuft es jetzt? Haben sich Deine Erwartungen erfüllt?

Meine Erwartungen wurden übertroffen. Es erfüllt mich immer wieder neu mit großer Zufriedenheit, für meine Kunden genau das herauszufinden und zu nähen, was zu ihnen passt. Mein Auftragsbuch ist gut gefüllt. Ich verkaufe sowohl über das Internet als auch vor Ort.

Bist Du glücklich mit Deiner Entscheidung?

Ich bin sehr glücklich!

Zwischendurch war ich manches Mal kurz davor, alles hinzuschmeißen und aufzugeben, etwa weil ich mit einem essenziell wichtigen Computerprogramm nicht klar kam oder weil ich gerade in einer Phase war, wo viele Aufträge rein kamen, eine dicke Grippe dazwischen kam und gar nichts mehr lief.

Es ist nicht immer nur alles toll und Sonnenschein, aber ich habe den Schritt noch nie ernsthaft bereut – auch dank der tatkräftigen Unterstützung durch meine Familie.

Was waren und sind die wichtigsten Tipps und Tools, die Dir bei Deinem Business geholfen haben?

Ganz zu Anfang habe ich ganz klassisch ein Seminar für Existenzgründer bei der IHK besucht. Auch das Erstellen eines Bussinessplans hat mir sehr geholfen. Außerdem war und bin ich viel in Facebookgruppen unterwegs.

Ganz besonders geholfen hat mir dabei Katrin Hill von Line Marketing, die es versteht, hoch komplexe Abläufe und Tools für die eigene  Internetpräsenz klar und einfach darzustellen, und Petra Böttcher von petrasart, die einfach alles hinterfragt und sich ein unglaubliches Wissen rund um Selbständigkeit, Internet und Marketing angeeignet hat.

Da ich der HWK zugeordnet wurde, rufe ich auch da immer wieder an und lasse mich beraten.

Was würdest Du anderen Unternehmerinnen raten, die sich selbständig machen möchten oder einfach nur weiterkommen möchten?

Fragen, fragen, fragen… Viele Fragen müssen vor Beginn der Selbständigkeit geklärt sein.

  • Was muss ich beachten, gibt es rechtliche Hürden?
  • Sind die Kinder versorgt, auch wenn sie krank sind?
  • Was kommt finanziell auf mich zu? Kann ich es mir leisten, wenn es mal eine Zeit lang nicht gut läuft?

Aber auch wenn es läuft, weiter fragen, weiter suchen, weiter forschen… Der Kontakt zu anderen Unternehmern hat mir sehr geholfen und ich bin immer wieder begeistert, wie sehr man sich doch gegenseitig inspiriert und weiterbringt.

Man muss wissen, wohin man möchte und das nicht aus den Augen verlieren.

Mir persönlich ist sehr wichtig:

Verlier nicht den Blick für den Rest! Dein Bussiness ist nicht alles, egal wie sehr du es liebst!

http://naehterei.de

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